Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Schönes Wetter. Der übliche Großbetrieb der Ruhezeiten, zumal neue Wäsche zum Tausch eingetroffen ist. Ein tölpisches Pferd stolpert vor unserer Hütte in den Schützengraben der 2. Stellung als sein Reiter, ein Gardereiter-Gefreiter, über den Graben setzen wollte. Mit Mühe und Not glückte es uns, den Gaul, ein altes frommes Tier wieder heraus zu kriegen. Wir waren erstaunt, daß er keinen Schaden erlitten hatte. Der Batl. Befehl am Abend bringt eine uns besonders interessierende Sache. Es sollen die Kommandierten nach Möglichkeit durch garnisondienstfahige Mannschaften ersetzt werden. Bis morgen ist zu melden wieviel garnisonsdienstfähige Mansch.
zur Ablösung benötigt werden.

Hinterlasse einen Kommentar