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Continue reading →: Montag, den 21. September 1914
Früh erwachte ich als erster und stellte Kaffeewasser aufs Feuer, reinigte mich durch gründliches Waschen und weckte den Feldwebel, welcher sich wieder erholt hatte. Inzwischen waren auch die anderen aufgestanden.
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Continue reading →: Sonntag, den 20. September 1914
Ich war soeben aufgestanden und betrachtete mir mein Nachtquartier bei Tageslicht, als der Fahrer Koser aus der gegenüberliegenden Scheune trat. Er war nicht wenig erstaunt, seinen Wagen allein zu finden und rief sofort alle anderen.
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Continue reading →: Sonnabend, den 19. September 1914
Wir errichteten in unserem Quartier ein Geschäftszimmer. Der Lebensmittelwagen fuhr vormittags 1/2 10 ohne uns zum Fassen nach Imlingen. Er bringt außerdem viele Liebesgaben mit. Jeder Mann erhält 8 Zigarren. Nachmittag 3 mußte die Kompagniemarschbereit stehen. Der Abmarsch erfolgte aber erst abends, nachdem Artillerie eingetroffen war. Die Bagage muß am…
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Continue reading →: Freitag, den 18. September 1914
Am Vormittag hatte die Komp. Ruhe. Mittags fanden Aufstellungen in Gewehr und Stiefeln statt. Es regnete in Strömen. In der Stadt ist großer Verkehr, wie im Frieden.Wir sollten angeblich von hier verladen werden. Ein versprengter vom 14. Res. Korp sagte es. Diese werden verladen. Ein Extrablatt verkündet, daß die russische…
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Continue reading →: Donnerstag, den 17. September 1914
Früh 1/2 50 fahren die Lebensmittelwagen nach Hessen. In dem Glauben daß diese wiederkommen, bleiben wir mit unserer Bureaukiste, hier. Aber es währte nicht lange, so mußte die ganze Kompagnie abrücken. Wir brachten unsere Kiste glücklich auf dem Patronenwagen unter und treten mit diesem einen langen Marsch an. Es ging…
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Continue reading →: Mittwoch, den 16. September 1914
Wir blieben auch heute hier, während die Bagage zum Fassen fuhr. Ich wusch Hemd, Unterhose und Taschentücher und hängte, sie zum trocknen in den Garten, wo es auch sehr gute Melonen gab. Mittags ging ich zwecks Einholung einer Unterschrift nach Igney. Hier wurde fleißig geschanzt. Vor sich sah man eine…
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Continue reading →: Dienstag, den 15. September 1914
Morgens Alarm und Abrücken der Komp. nach Igney. Wir blieben in Avricourt. Feldwebel Winkler und ich zogen in das Quartier von Utffz. Scholz und seinen Leuten. Dort erledigten wir unsere Schreibarbeiten. Der Lebensmittelwagen fuhr zum Fassen ohne unsere Begleitung. Friedrich kochte hier, wo alles wünschenswerte Geschirr zur Hand war, ein…
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Continue reading →: Montag, den 14. September
Früh 50 Wecken. Alarm. Die Komp. rückt nach französisch Avricourt wo sie Schützengraben aufwirft. Wir rücken auf den Stellplatz der Bagage, wo wir im strömenden Regen den ganzen Tag verbringen. Am Nachmittag wurden die Wagenvon der durchweichten Wiese auf eine Nebenstraße gefahren, Burger und ich suchten in einem Hause trockenen…
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Continue reading →: Sonntag, den 13. September 1914
Etwa ½ 1 Uhr verließen wir beim heftigsten Regenwetter unseren Halteplatz am Zollhaus und gelangten durch St. Georges und Landange nach Neufmoulins. Dort kamen wir morgens 5 Uhr an und suchten uns ein Unterkommen, denn trotz Mantel undumgehängter Zeltbahn waren wir völlig durchnässt. Das Wasser war von der Zeltbahn in…
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Continue reading →: Sonnabend, den 12. September 1914
Früh beizeiten rückten wir zum Fassen nach Blâmont. Hier fanden wir am Bahnhof viele wartetende, vollkommen neu eingekleidete Ersatzmannschaften. Vom Bahnhof fuhren wir zum Futterschuppen, wo wir soviel Heu und Stroh aufladen sollten, wie möglich denn das restliche Lager sollte abgebrannt werden. Wir rückten bis an das völlig ausgeräumte und…