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Continue reading →: Freitag, den 25. Dezember 1914
Auch heute gab es wieder recht viel Arbeit, doch pfiffen, wir am Nachmittag darauf, ich ging in die Stadt und beobachtete das Treiben der Einwohner. Sie gingen wohl alle in die Kirche. Nur ein einziges Mal sah ich in einem nicht von Soldaten bewohnten Haus einen Weihnachtsbaum der Tag war…
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Continue reading →: Donnerstag, den 24. Dezember 1914
Am Vormittag war erhöhte Gefechtsbereitschaft. Die Franzosen beschossen, von Bremenil aus Petitmont. Es sollen 3 feindl. Kompagnien im Anmarsch sein. Alles glaubte, die Gegner wollten uns das Fest stören und machte sich zu keinem freundl. Empfange fertig. Es blieb aber ruhig. Um 3 wurde die erhöhte Bereitschaft aufgehoben. Wir verteilten…
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Continue reading →: Mittwoch, den 23. Dezember 1914
Wir bereiten die Liebesgaben zur Verteilung für morgen vor und machen für jede der 12 Korporalschaften im Nebenzimmer einen Haufen. Leutnant Wagner, Unteroffizier Schramm, Rothe, Gefr. Ryssel und Lunge erhalten das eis. Kreuz. Wir erhalten eineschmucke Tanne, die uns einige Kameraden von Patrouille mitgebracht haben.
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Continue reading →: Dienstag, den 22. Dezember 1914
Früh 6 macht der Feldwebel nach Saarburg. Wir machen heute alles alleine und verkommen dadurch sehr gut mit unserem Hauptmann. Mit diesem versteht der Feldwebel nicht umzugehen, und schimpft immer. Es gehen sehr viel Liebesgaben und 100 große Packete an bestimmte Adressen ein. Die Liebesgaben bestehen aus viel Rocken, Hemden,…
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Continue reading →: Montag, den 21. Dezember 1914
Nachts 1 werden wir vom Befehlsholer geweckt. Zur Sicherung von Leiterübungen [??] gehen um 6 verstärkte Patrouillen ab. Von dem großen Holzlager wird ein großer Teil zur Verwendung für Heereszwecke abgefahren. Es liegen hier Bretter im Werte von mehren Millionen Mark.
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Continue reading →: Sonntag, den 20. Dezember 1914
Den ganzen Tag regnet es. In der Ferne grollen die Geschütze ohne Unterbrechung. Mittags erhalten wir für Soldaten, die kein Weihnachtspaket von zu Hause erhalten, 10 große Pakete vom Lehrerverein. Sie enthielten folgendes schöne Begleitschreiben: Sächsischer LehrervereinLieber Freund!Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen…
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Continue reading →: Sonnabend, den 19. Dezember 1914
Ich erhalte heute viel Post. Darunter auch eine Zahnbürste von Papa, welche ich mir gewünscht hatte. Die Einwohner sind noch bedrükt vom gestrigen Tage, welcher ihnen viele Söhne, Gatten und Väter entführte.
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Continue reading →: Freitag, den 18. Dezember 1914
Früh habe ich einen Weg im Glasfabrikviertel zu besorgen. Diese Fabrik besitzt eine riesige Ausdehnung und schöne Lage, vor die Häuser treten die Frauen mit ernsten, meist verweinten Gesichtern, hier und da hört man in einem Hause Jammer oder auch ergreifende Abschiedszenen von älteren Männern. In Frankreich zieht man jetzt…
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Continue reading →: Donnerstag, den 17. Dezember 1914
Von dem Postboten, welcher jetzt immer die neuste Ausgabe der Straßburger Post mitbringt, erfahren wir, daß gestern unsere Flotte die Ostküste Englands bombardiert hat, ohne dabei Schaden zu erleiden. Dieser Erfolg gegen einen so gewissenlosen Gegner, wie das Britengesindel erweckte eine recht frohe Stimmung in unseren Reihen. Als wir uns…
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Continue reading →: Mittwoch, den 16. Dezember 1914
Es kommen auch heute wieder wie all die letzten Tage, recht erfreuliche Nachrichten von großen Erfolgen an der Ostgrenze. Die russische Offensive ist trotz ihrer überlegenen Masse am deutschen Genie gescheitert.