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Continue reading →: Sonntag, den 23. Mai 1915
Ein Pfingstfest im Felde. Prachtvolles Wetter. Unser Feldwebel hat die ihm eigene, uns von Weihnachten und Ostern hinreichend bekannte schlechte Feiertagslaune. Wir feiern das Fest durch möglichstes Nichtstun.
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Continue reading →: Sonnabend, den 22. Mai 1915
Nach vorzüglichem Schlafe in der Waldeseinsamkeit fühlt man sich am Morgen besonders gestärkt. Öffnet man die Tür, so bringen einem die geflügelten Waldbewohner ihren jubelnden Gruß dar. Am nahen Waldbach wäscht, man sich den Schlaf weg. Es ist herrlich. Im Laufe des Tages wird der karge Altar noch besonders schön…
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Continue reading →: Freitag, den 21. Mai 1915
Etwas später, als beabsichtigt, 3/4 7:0 machten wir uns in Val auf die Beine nach untererneuen Waldvilla. Diese ist sehr schön hergerichtet und erfüllt und umgeben vom würzigsten Tannentuft. Dicht daneben bauen Artilleristen einen primitiven Altar. Es ihr herrlich in der Waldeinsamkeit, wenige hundert Meter vom Feind und doch, weil…
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Continue reading →: Donnerstag, den 20. Mai 1915
Morgens 5:0 werden wir von Reh und Wacker geweckt. Diese beiden melden sich ab zu einem zum Schutz der italienischen Grenze neu zu bildenden Schneeschutztrupp. Nachts 2:0 hatte sie der Befehl erreicht. Am Tage räumten wir in unseren Unterstand im Walde, um dann abends nach Val, aufzubrechen, wo ich in…
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Continue reading →: Mittwoch, den 19. Mai 1915
Früh wurde Rösch beerdigt neben der Kirche von Angomont.Es ist wieder trübes Wetter. Ich schicke als Pfingsgruß einige frisch grünende und blühende Reißer aus dem herrlichen Walde heim. Die Fluren stehen im prachtvollsten Blütenschmuck. Gelb herrscht vor. Eine eigenartige Erscheinung, hervorgerufen dadurch, daß Kraut und Rettiche im Herbst oft nicht…
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Continue reading →: Dienstag, den 18. Mai 1915
Trübes Wetter mit teilweisem Regen. Unseren zur 11. Komp. versetzten Kamerad Rösch gehen die Pferde infolge Versagens der Bremse an steilem Hange durch. Rösch blieb blutüberströmt liegen, wahrscheinlich haben ihm die Pferde den Kopf zertreten. Er starb noch am Abend. Er war die Stütze seiner taubstummen Eltern. Um seinen Wunsch…
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Continue reading →: Montag, den 17. Mai 1915
Am frühen Morgen, wecke ich den Feldwebel, welcher heute mitgeht. Um 1/2 7 Uhr wecken wir nach schöner Morgenfahrt die Quartierhüter in Angomont. Nach den schönen Tagen beginnt es heute zu regnen. In Val treffen 21cm ein Mörser ein. DieLebensmittelwagen müssen aus der Fabrik, um für die vielen Pferde Platz…
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Continue reading →: Sonntag, den 16. Mai 1915
Nach einen schrecklichen Traum erwache ich sehr zeitig und mache mich auf den Weg nach Angomont, der Feldwebel kann sich noch nicht vom Lager trennen und kommt nach. Es wird wieder sehr schön, an Arbeit fehlt es nicht. Gegen Abend wollen wir zur Übung ein Stück in den Wald fahren.…
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Continue reading →: Sonnabend, den 15. Mai 1915
Sehr schönes Wetter, über uns viel Flieger, Artillerieschießen im Gelände. Am Abend fahre ich mit dem Feldwebel, welcher das im Kriege noch nicht betriebene Radfahren wieder erlernen will, nach Val. Wir fahren rechts bei Saint Sauveur vorbei durch das Tal über La Gagere, Fourchern. Dieses herrliche Tal hat unter der…
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Continue reading →: Freitag, den 14. Mai 1915
Das schöne Wetter lockt zahlreiche Flieger beider Parteien zu ihren Erkundungsflügen. Bei den unsrige beobachtet man mit Angst bei den feindl. mit Freude, wenn die Wölkchen der platzenden Schrappnells dem Ziele recht nahe kommen.Der für uns erbaute Unterstand welcher sehr schön gebaut ist, darf von uns nicht bezogen werden, weil…