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Continue reading →: Making Off
Wie kommt Kurt’s Tagebuch eigentlich ins Internet? Diese Frage taucht immer wieder auf, hier also mal ein Blick hinter die Kulissen: Los geht es natürlich mit dem Tagebuch. Noch sind wir im ersten Band. Das Büchlein selbst ist in gutem Zustand und wirkt nicht besonders fragil obwohl es 110 Jahre…
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Continue reading →: Freitag, den 1. Januar 1915
Noch in der Nacht gab es Leben. Einige Kompagnien rückten vor, um die Franzosen in ihrer Neujahrsfeier zu stören, welche deren größtes Fest darstellt. In den frühen Morgenstunden erscheint der Brigadekommandeur und ein Sanitätswagen des Batl. 63 und es währt nicht lange, so bringt man zwei schwer verwundete Franzosen und…
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Continue reading →: Rückblick auf meine Erlebnisse 1914
Als die Sylvesterglocken den Jahreswechsel verkündeten, weilte ich mitmeiner Mutter und Hellmuth zu Hause. Der Vater war im Dienste. Ich hatteNachtzeichen. Im Leichtsinn der Jugend, ohne ernsthaftes Nachdenken,verteilte ich meine Glückwünsche und empfing die herzlichsten Wünsche meiner Lieben, um dann nach der Kaserne zu eilen. In fleißigem Dienst bei der…
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Continue reading →: Donnerstag, den 31. Dezember 1914
Ein schöner Tag. Nachmittag 4. marschiert, die Kompagnie nach Petitmont. Das Geschäftszimmer und die Feldküche bleiben in Cirey. Am Abend brauen wir uns einenkräftigen Grog und erwarten bei angenehmer Unterhaltung das Ende dieses großen Jahres. Um 12 stoßen wir an und schreiben jeder einen Gruß an die Lieben in der…
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Continue reading →: Mittwoch, den 30. Dezember 1914
Als Burger beim Postabgeben den Adjutanten sah, sprach er wegen des gestrigen Abends mit ihm und erhielt die Zusicherung, daß der Fall erledigt ist. Er kannte uns beide schon, dem Feldwebel sagte er nichts und wir erst recht nicht. Es kommt heute der Befehl, daß die 1. und 3. Kompagnie…
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Continue reading →: Dienstag, den 29. Dezember 1914
Am Vormittag feuerte unsere Artilerie wieder. Ihr Feuer wurde durch einzelne Schüsse französischer Geschütze erwiedert. Abends ging ich mit Burger wieder zur Feldküche wo wir uns an dem unverwüstlichen Humor Lättlers ergötzten. Als wir nach 10 heimkehrten, war alles in Nebel gehüllt, aber Mondschein. Am Bahnhof trat aus dem Nebel…
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Continue reading →: Montag, den 28. Dezember 1914
Beim Morgengrauen lebhaftes Gewehrfeuer, in der Richtung auf Parux. Später schießen unser 21 cm Geschütze und lassen die Erde erschüttern. Sonst verlief der Tag in Ruhe.
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Continue reading →: Sonntag, den 27. Dezember 1914
In der Komp. war ein Gewehr im Schaft gesprungen. Daher gab es beim Feldwebel viel Fitz und unnötige Aufregung. Am Vormittag überflogen sechs unserer Flugzeuge unsere Unterkunft, wobei sie von feindl. Artillerie lebhaft aber ohne jede Wirkung beschossen wurden. Abends ging ich mit Burger zur Feldküche wo Skat gespielt wurde.…
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Continue reading →: Sonnabend, den 26. Dezember 1914
Der Feldwebel weckt uns heute mit der Mitteilung, daß ihm beim Stellen der Frühpatrouillen, die Kugeln um die Ohren gepfiffen, hatten. Eine französische Patrouille hatte aus dem sich rechts unseres Grabens hinziehenden Walde auf die hellerleuchteten Fenster im Abschnitt der 4. Komp. geschossen. Trotzdem verlief der Tag in alter Ruhe.…