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Continue reading →: Montag, den 1. Februar 1915
Es tritt Tauwetter ein. Im Laufe des Vormittag beruhigt, sich der Feldwebel wieder, sodaß normale Verhältnisse eintreten. Dies ist gut, denn sonst läuft man Gefahr selbst nervös zu werden. Bei dem Anhäufen von Arbeit am heutigen Tage ist aber Ruhe ganz besonders erforderlich. Es gilt ein Verzeichnis sämtlicher Stammrollennummerneinzureichen und…
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Continue reading →: Sonntag, den 31. Januar 1915
Jetzt findet täglich 10 vorm. im Batt. Geschäftszimmer Befehlsausgabe an die Feldwebel der Komp. statt. Dabei gab es heute einen Tadel für Feldw. Winkler. Dieser, an und für sich nervös, ist dadurch furchtbar aufgeregt, und möchte am liebsten alles zerschlagen. Man kann nichts recht machen und ich muß mich halten,…
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Continue reading →: Sonnabend, den 30. Januar 1915
Vormittags schiest französische Artillerie auf unsere mit Drahtziehen beschäftigten Mannschaften in Petitmont, ohne Schaden anzurichten. Im übrigen verläuft der Tagruhig. Ich habe, viel zu tun mit Kassenabschluß und verschiedenen Verzeichnissen, welche am 1.2. einzugehen haben.
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Continue reading →: Freitag, den 29. Januar 1915
Sehr viel dienstliche Schreibarbeit. Im Gelände nichts neues. Es ist kein Schuß hörbar. Burger erhält mit der Post am Nachmittag die Nachricht, daß ihm am 26.I. eine Tochter geboren wurde und ist über den glücklichen Verlauf, sehr erfreut, hat er doch gerade heute seinen Geburtstag.
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Continue reading →: Donnerstag, den 28. Januar 1915
Heute große Kälte. Zufolge Anordnung des Brig. Kom. findet heute von 9-11 Exerzieren statt. Außerdem werden die Arbeiten am Schulstand beschleunigt. Es wird nach und nach wie in der Garnison, nur daß die dann und wann hörbaren Patrouillenschüsse undGeschützdonner an eine gefährlichere Zeit ermahnen. Abends holen wir uns immer, die…
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Continue reading →: Mittwoch, den 27. Januar 1915
Kaiser’s Geburtstag! In der vergangenen Nacht war nach starkem Schneefall Frost eingetreten. Es war ein prachtvoller Wintertag. Um 10 hielt der Komp. Führer eine Ansprache, an deren Schluß er ein dreifaches Hurra ausbrachte. Der Tag blieb bis auf die Sicherungen Dienstfrei. Gegen Mittag kreiste in ganz geringer Höhe, ein Flieger…
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Continue reading →: Dienstag, den 26. Januar 1915
Ohne Unterlaß fallen heute die weichen Scheeflocken zur Erde. Die Kameraden arbeiten lebhaft am Ausbau der Stellung in Zukunft soll auch Schulschießen eingeführt werden. Zu diesem Zwecke wird im Walde bei der Glasfabrik ein Schießstand errichtet.
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Continue reading →: Montag, den 25. Januar 1915
Unser Feldwebel war mit dem neuen Unterkommen, welches nicht so gemütlich war, wie das letzte, unzufrieden und hatte die schlechteste Laune, wobei es auch gelegentliche Zusammenstösse gab. Vor unserem Fenster sahen, wir immer schmutzige Weiber und Kinder, welche dieses Viertel bewohnten. Sie ärgerten unseren Feldwebel, einen ausgesprochenen Weiberfeind, immer mehr.…
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Continue reading →: Sonntag, den 24. Januar 1915
Unser neues Heim ist ein kleines Häuschen, ohne Keller. Im Erdgeschoß im Zimmer an der Straße haben wir die Schreibstube, in welcher der Feldwebel auch schläft, hier befindet sich auch elektrisches Licht. Im Hinterzimmer schlafe ich mit Burger. Im Hühnerstall und scheunenartigen Nebenraum brachten wir unsere Vorräte unterauf dem Boden…
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Continue reading →: Sonnabend, den 23. Januar 1915
Der Tag steht im Zeichen des großen Umzuges. Wir wechseln den Verteidigungsabschnitt und die Quartiere mit der 2. Kompagnie. Wir kommen jetzt an den Nordwestausgang von Cirey. Wir hatten einen 2 spännigen Wagen vollständigbeladen, als wir mit dem Burea- und Kompagnievorratsinventar umräumten. Bei so langem Stillliegen sammelt sich viel an,…