-
Continue reading →: Sonnabend, den 12. Juni 1915.
Nach köstlichem Schlafe im sauberen Bett, heute unter einer Franz. Wattsteppdecke erwachte ich beizeiten.
-
Continue reading →: Freitag, den 11. Juni 1915
Nach unruhigem Schlafe erwachte ich beizeiten. Das Nachtlager unter einem franz. Sommerbett (mit dem man entweder die Füße oder nur den Oberkörper zudecken kann) war etwas zu außergewöhnliches gewesen.
-
Continue reading →: Mittwoch, den 9. Juni 1915
Beim Erwachen regnet es im Innern des Unterstandes noch ohne Unterlaß während draußen, die liebe Sonne wieder scheint. Wir holen Bretter und Dachpappe, um uns gegen zukünftige Regengüsse zu schützen. Wir sind noch über dem herantragen der Bretter, als uns die Nachricht erreicht, daß wir morgen, nach Cirey in Ruhe…
-
Continue reading →: Dienstag, den 8. Juni 1915
Nachdem es jetzt 3 Wochen nicht regnete, umwölkt sich heute der Himmel. Am Mittag beginnt ein Gewitter, wie es nur im Gebirge möglich ist. Dumpf und ohne Unterlaß grollt der Donner um die Wette mit vereinzelten Schüßen der Artillerie. Die kleinen Bergwässerchen werden zu reißenden Gebirgsbächen und schwemmen allen Unrat…
-
Continue reading →: Montag, den 7. Juni 1915
Prachtvolles Wetter. Am frühen Morgen erreicht uns die Trauerbotschaft, daß von unseren 3 zu Minierarbeiten am Chamoiswäldchen kommandierten BergarbeiternGren. Steudel gefallen ist. Die Franzosen haben gestern Abend 10:0 den von uns nach vorn getriebenen Stollen gesprengt. Dabei ist Steudel in die Luft geflogen und verschütet worden, heute morgen 3:30 ist…
-
Continue reading →: Sonntag, den 6. Juni 1915
Auch heute prachtvolles Wetter. Der Feldwebel, welcher die Nacht in Val war, bringt am Morgen den Kassenverwaltungsschreiber, unsere Kamerad Riedel-Fritz mit. Dieser photopraphiert unser neues Wohnhaus und den Altar. Um 10:0 findet der Gottesdienst statt. Dabei sind neben den dienstfreien Mannschaften auch die Offiziere des. Batl. und Regts. zugegen. Es…
-
Continue reading →: Sonnabend, den 5. Juni 1915
Ein herrlicher Tag, im Gelände Artillerieschießen. Angeblich sollen unsere 21. Mörser nach dem Chamois Wäldchen gefeuert haben. Ein Schuß ist durch Anstreifen an die Baumkronen vorzeitig in unserer Stellung krepiert. Der Weg noch der Feldküche ist ein herrlicher Spaziergang. Wird doch der Wald vor dem Regt. Stabsblockhaus so vorgerichtet, daß…
-
Continue reading →: Freitag, den 4. Juni 1915
Auch heute prachtvolles Wetter. Ich wasche wiederum: Handtuch, Halsbinde, Jacken und Feldmütze. Es ist alles am Abend trocken. Die Feldküche zieht heute, ebenfalls in den Wald, sodaß von der Komp. niemand mehr in Angomont ist. 3 Kameraden sind nach Bremenil, um französischen Minirarbeiten zuvorzukommen. Dazu wurden Bergarbeiter ausgesucht. Gegen Abend…
-
Continue reading →: Donnerstag, den 3. Juni 1915
Bei heißen, prächtigen Sommerwetter fahre ich am Morgen von Val zurück, wohin während der Nacht auch die Schuhmacher sich einquartiert haben. 1/2 9 morgens komme ich durchschwitzt in der Waldbehausung an, wo ich mich durch gründliches Waschen und Wechseln der Leibwäsche recht wohl fühle. Mittags mache ich großes Waschfest. Hemd…