
Ein schöner Tag! Das Artilleriefeuer geht zwar ohne Unterbrechung, ist aber nicht mehr so heftig. Ich gehe nachmittags zu Erledigungen nach dem Rouvreswald. Und besuche Burger, der allein im Gesch.- Zimmer, 1. Komp. da war. Der Feldwebel war nach Aix.
Das Lager liegt in einem Tale inmitten einer riesengroßen Fläche mit Eichengestrüpp, Rouvres-Wald genannt. Die großen Bäume sind meist gefällt. Es gibt viel Schlamm. Wir gehen bis durch den Wald, vom Rande, sieht man Rouvres und hinter der Woevre-Ebene ähnlich den Lößnitz-Bergen hinter Dresden die Verteidigungshöhen von Verdun (ein langer Rücken), ganz rechts eine etwas höhere Kuppe, welche gleich einem Vulkan fortwährend raucht; es ist Fort Vaux, auf welches fortwährend schwerste Artillerie schießt. Man sieht neben gewaltigen Geschoßeinschlägen Mündungsfeuer von Geschützen u. nach Eintreten der Dunkelheit längs der Höhe aufsteigende Leuchtraketen und Signale, welche einen an das Vogelwiesen Feuerwerk erinnern. Ein schaurig schönes Bild. Der moderne Kampf vor einer Festung.
Mit dem Postholer fahre ich abends wieder nach Aix zurück, wobei es in Strömen zu regnen anfing. Von Onkel-Louis erhalte ich ein Paket mit Äpfeln worüber, ich mich natürlich sehr freue.
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