Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Vor uns das übliche gewaltige Grollen. Schönes Wetter. Ich wasche Handtuch u. Taschentücher. Die Leibwäsche macht die Quartierfrau, man kommt nicht dazu.
Im Allgemeinen haben wir uns jetzt wieder eingerichtet u. leben den Verhältnissen angemessen gut. Wir trinken jetzt sogar noch heißen Kaffee, da im Quartier noch Einwohnerküche da sind. Sonnabends kaufen wir 1/2 [?] Butter für 1.20 Mark, in das wir
uns zu fünfen teilen. Außerdem liefert z. Zt. das Proviantamt viel Butter, sodaß wir gut
leben können nach Kriegsverhältnissen. Heute nachts 2.0 kommt der Zahlmeister zurück.

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