Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Wütendes Trommeln der Artillerie während des ganzen Tages. Beim Explodieren der
schweren Kaliber zittern oft bei uns (ca. 20 km hinter der vordersten Linie) die Wände.
Nachts sieht man den Schein vom Blitzen der Geschütze am Horizont, die Munitionskolonnen welche morgens von vorn zurückkommen sind oft über und über
mit Lehm bedeckt, die armen Pferde können einen Dauern [??].
Sie schaun oft aus wie mit Lehm angestrichen und doch schleppen sie sich fort. Davon kann sich, keiner ein Bild machen, der es nicht gesehen hat. Denjenigen in der Heimat
die den Krieg als Sport betrachten, wäre ein Dienst in diesen Verhältnissen zu wünschen, wo der schlimmste Feind der Schlamm ist. Der Heeresbericht bestätigt, daß die Franzosen die Offensive aus Verdun ergriffen haben und bis Douaumont vorgekommen sind. Dem unaufhörlichen Wüten der Geschütze nach wollen sie auch noch weiter vor.

Kommentar verfassen