Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Heute morgen sind endlich die 126er abgerückt, wofür wir Gott danken! Rasch beziehen wir das Quartier der Kass. Verw. III. /126. Es gibt viel Arbeit bei der Einrichtung und nachdem wir damit zur Not fertig sind, geht’s an die Erledigung der Laufenden.
Unser Quartier ist für die hiesigen Verhältnisse sehr gut. Das Geschäftszimmer liegt in
einem noch völlig erhaltenen Haus: Die Wände sind baufällig und von den Vorgängern mit Zeitungspapier völlig überklebt. Die Decke ist mit Stoff beschlagen. Im Geschäftszimmer steht eine Bettstelle mit Matratze, die der Zahlmeister belegt. Wir haben eine Bretterhütte und müßen, um vom Geschäftszimmer dahin zu gelangen, durch einen Stall in dem die Einwohnner noch Kühe haben. Nachmittags kommt Wilhelmy aus Metz zurück. Abends schlafen wir auf breit gespannten Drahtgehleh [??]
Es ist aber sehr kalt sodaß man auch in Sachen nicht gut schlafen kann.

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