
Es ändert sich auch heute nichts. Wir suchen immer Quartier, doch solange die alten Truppen noch da sind, wird nichts frei. Ich beginne mein 5. Militärdienstjahr. Wer hätte
heute vor 4 Jahren, als ich das erstemal die Soldatenmütze trug, geglaubt daß dies für
so ewige Zeit der Anfang sei. Und doch fragt man sich heute, wo ist die Zeit hin? Blickt man zurück dann sind die Jahre im Fluge dahin gegangen.
Nachmittags fahre ich nach Gondrecourt, um Besorgungen im Regts. G.Z. zu erledigen. Es gibt hier furchtbar viel Schmutz, man kann kaum mit dem Rade auf der Straße fahren. Nach vorn zu soll’s immer schlimmer werden. Die Komp. Geschäftszimmer liegen im Rouvres-Wald, eine 3/4 Stunde vor uns, dort soll man bald versinken. Die Feldküchen befinden sich auch dort. Sie Fahren täglich einmal hinaus im Artilleriefeuerbereich. Sie können bei Tage nur ein Stück vor fahren, der Hauptverkehr erstreckt sich auf die Nacht, da die Franzosen fast auf jeden einzelnen Mann schießen mit Granaten.
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