Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Auch heute das herrliche Sommerwetter. Herr Ltnt. Blafs unternimmt eine Patrouille für den ganzen Tag, um Franzosen abzufangen, welche des öfteren in ein kurz vor unserem Graben gelegnes Haus kommen. Burger u. Utffz Trinks gehen nachmittags nach Val. Mit der Post erhalte ich Pfefferkuchen von daheim, Alfred schreibt auf einer Karte daß er beim Armeeflugpark Straßburg ist zur Ausbildung als Flieger. Hoffentlich hat er mehr
Glück wie unser Stein, der zurückkam, weil er das Fliegen nicht vertragen kann.
Burger geben wir zum Gefr. ein. Mit der Kleinbahn kommen B. u. T spät abends zurück. Die von mir kürzlich bestellten spanischen Unterrichtsbriefe treffen ein. Ich will also nun versuchen, eine Sprache gründlich zu lernen, die bei uns wenige können und hoffe daraus einmal leichter Nutzen ziehen zu können, wie aus dem allgemein verbreiteten Französisch und Englisch. Also mit Gott ans Werk. Die Patrouille erreichte heute ihr Ziel, Gefangene zu machen, leider nicht.

Hinterlasse einen Kommentar