Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Beizeiten mache ich mich auf den Rückweg. Ich beabsichtigte über La Boulaie zu gehen, erwischte aber die falsche Straße und kam nach einer herrlichen Waldwanderung (das Fahrrad schiebend) in Begleitung eines Kameraden von der Artillerie auf der Ginsterhöhe vor Angemont heraus. Da das Gehen auf der eingesehenen Straße nach
Angemont verboten ist, ging ich etwas zurück und gelangte über die Bezelleangenecke [??] nach unserer Behausung in Neuengelsberg.
Unterwegs sah ich, wie das Holzsammelkommando die zusammengetragenen Reisighaufen verbrannte, was einem leid tun kann, wenn man bedenkt, wie gern zu Hause oder bei Großeltern dieses Feuerholz gebraucht würde. Im Geschäftszimmer angelangt, finde ich den Feldwebel bei schlechtester Laune. Es hat sich erkältet und hat Magenbeschwerden.
Nachmittagst legt er sich und schickt mich zur Erledigung der laufenden Sachen zum Hauptmann, die Lohnung zähle ich mit Burger aus. Während der Nacht weckte mich der Feldw. einige male. Er ist ein sehr unangenehmer Kranker und beherrscht sich nicht im geringsten.

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