
Auch heute wieder Regen und viel Arbeit. Die Komp. schanzt, kann aber zeitiger einrücken.
2 Mann vom Ersatz gehen bereits wieder krank ins Laz., darunter der Cottaer Schmidt wegen Mittelohrvereiterung. Abends mache ich noch einen kleinen Bummel. Hinter unserer Hütte geht das Tal nicht mehr weit, man kann dann in geringer Entfernung Bréménil sehen.
Alfred schickt mir eine Aufnahme vom Trümmerhaufen des Flugzeuges, welches ich kürzlich abstürzen sah. Es ist dicht neben seinem Quartier in Blamont niedergestürzt, wie er mir mitteilt. Wir erhalten einen Telephonapparat in unser Geschäftszimmer, sodaß uns die viele Lauferei nach der weiten Fernsprechstelle erspart bleibt. Es hat oft Wert, wenn die Leute eines Kommandos von der Komp. sind. Die Arbeit drängt, es wird nun auch ein Weilchen dauern, ehe die 60 Mann wieder vollständig eingereiht sind. Abends schreibe ich auf alle die an den letzten arbeitsvollen Tagen eingegangenen Heimatgrüsse, ebenso an Ella, die mir aus Texas geschrieben hat.
Ich bin gespannt zu erfahren, warum sie plötzlich so weit vom alten Platze weg ist.
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