Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Ostern im Felde. Beim Erwachen erinnern vereinzelte Artillerieschüsse vor uns an das in der Lausitz übliche Osterschießen. Es regnet. Daheim würde uns dieses Feiertagswetter keineswegs Freude bereiten. Hier ist es gleich, denn der Tag unterscheidet sich in
nichts von den übrigen. Es gibt vielmehr Arbeit durch Eintreffen von Ersatzmannschaften und Abgabe eines Zuges. Die einzige Abwechselung bieten 100l Bier, welche an die Komp verschenkt werden und das Mittagessen. Es gab heute, das erstemal im Kriege Rotkraut. Jeder hegt den Wunsch das Fest der Auferstehung unseres Heilandes möge der friedlichen Auferstehung unsere Vaterlandes zu neuem Blühen und Gedeihen in Werken des Friedens recht nahe sein.

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