
Früh benutzte ich die erste Straßenbahn, welche mich an die Endstation der Linie 16 brachte. Durch die Verheirateten-Wohnungen und über die östliche Wendeltreppe erreichte ich die 2. Kompagnie. In der dortige Unteroffizierstube hatte ich mich,
eingemietet. Ich ging also da hinein, legte Lederzeug und Waffenrock ab, und ging ins Geschäftszimmer, wo ich mit der unschuldigsten Miene eintrat. Der Feldwebel war bereits auf dem Kasernenhofe, wo er die Kompagnie formierte und in Korporalschaften einteilte. Dabei war auch unser Führer Hauptmann der Reserve Stephani aus Berlin, anwesend. Bürger und ich machten uns über Fertigstellung der Kriegsstammrolle und der Soldbücher. Am Nachmittag wurde die bereits gestern durch Extrablatt bekannt gegebene Erstürmung der belgischen Festung Lüttich amtlich bestätigt, was zu der freudig erregten Stimmung führte, welche mir auffiel, als ich abends heim nach Cotta fuhr, um wieder hier zu schlafen.
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