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Continue reading →: Sonnabend, den 7. November 1914
Die gefährlichen Patrouillen nach Val und Petitmont kommen zwar fast täglich mit Franzosen in Berührung haben aber gestern und heute glücklich keine Verluste gehabt. Nachmittags erhalten wir Ersatz aus Chemnitz, Leipzig und Döbeln (106., 139. u. 181). Es sind 1 Offiz. Stellv. 3 Utffz. und 29 Mann, darunter 6 verwundet…
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Continue reading →: Freitag, den 6. November 1914
Nachdem die gestrige gewaltsame Aufklärung gute Erfolge gebracht hatte, wurde der Alarmzustand wieder aufgehoben. Wir packten wieder aus. Die 3. Kompanie hat bei einer Patrouille Verluste gehabt. Die Franzosen beschießen Val und Petitmont, mit Artillerie, nachdem unsere Geschütze in diese Orte gefeuert hatten.
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Continue reading →: Donnerstag, den 5. November 1914
Die Nacht wurden wir 12 Uhr durch unseren Befehlholer Leuschner geweckt. Er brachte einen Befehl, wonach unsere Patrouillen schon beizeiten den Gegner beunruhigen sollten. Die Komp. Führer mussten um 6 morgens zur Besprechung ins Stabsquartier. Als wir 1/2 7 aufstanden, hieß es alles so zusammenzupacken, daß schnell abgerückt werden könnte.…
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Continue reading →: Mittwoch, den 4. November 1914
Früh werden wir durch Feldwebel Winkler mit der Nachricht geweckt, daß wir dauern als Vorpostenbatl. nach Cirey kommen sollten. Mir war den ganzen Tag nicht recht wohl. Ich mußte die im Walde errichtete Latrine sehr oft aufsuchen. Nach Eintritt der Dunkelheit wurde nach Cirey abmarschiert, wo wir die alten Quartiere…
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Continue reading →: Dienstag, den 3. November 1914
Die Nacht verlief sehr ruhig. Auch während des neuen Tages ließen uns die Geschütze des Gegners in Ruhe. Am Nachmittag packten wir wieder alles aus. Am Abend kamen die Packwagen und mit diesen Burger zurück, sodaß wir wieder in der alten Weise auf Decken, nebeneinander schlafen konnten. Der Feldwebel schlief…
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Continue reading →: Montag, den 2. November 1914
Beim Grauen des Morgens erwacht, und an der 5 Minuten entfernten Quelle gewaschen. Dann Postanweisung eingeschrieben und die von den Kameraden für die Heimat bestimmten Briefe u. Karten zur Abgabe fertig gemacht. Um 8:0 fährt der Gefr. Nichmann mit einem requirirten Kutschwagen und einem erbeuteten Maulesel nach Rixingen, wo sich…
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Continue reading →: Sonntag, den 1. November 1914
Ebenfalls wieder ein schöner Herbsttag. Vormittags findet im SchloßparkeFeldgottesdienst statt, an dem ich leider nicht teilnehmen konnte. ½ 12 fuhr ich nach Ibigny zum Zahlmeister, um die Komp. Löhnung (1651,42 M) abzuholen. Anstelle des Silbergeldes erhielt ich nur neue 1 und 2 M Scheine. Um 3:0 hatte ich La Vigne…
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Continue reading →: Sonnabend, den 31. Oktober 1914
Nach einem herrlichen Herbsttage beobachten wir am Abend einen einzig schönen Sonnenuntergang. Die dunklen Zackenränder, der nahen Wälder werden mit einem wundervollen Glutrot überschüttet, welches nach unzähligen Abtönungen in das Blau des schönen Abendhimmels verläuft. Nachdem auch der letzte Schein der Sonne verschwunden war, wurden wir abgelöst und machten uns…
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Continue reading →: Freitag, den 30. Oktober 1914
Wir hatten uns auch ohne Polstermöbel wieder schön eingerichtet. Es gab viel Arbeit, aber die Einrichtung war unserem Zweck recht dienlich. Abends schlafe ich auf einer kleinen Matraze allein, weil ich am unruhigsten bin.
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Continue reading →: Donnerstag, den 29. Oktober 1914
Am Tage gab es heute sehr viel Arbeit. Abends nach Eintritt der Dunkelheit wurde der Marsch nach Cirey angetreten, wo wir das Vorpostenbatl. abgelöst haben. Wir kommen wieder in unser altes Quartier, sind aber recht unangenehm überrascht, als wir hier an Stelle des schönen Zimmers mit der Polstermöbelbelausstattung ein leeres…