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Continue reading →: Sonnabend, den 5. Dezember 1914
Unter der Sicherung unseres Patrouillen werden die großen Baumwollbestände aus der Spinnerei in Val abgefahren. Es sollen dort Werte von etwa 5000000M liegen, welche für das deutsche Heer beschlagnahmt werden. Den ganzen Tag sehen wir die vollbeladenen Lastautos, welche den Abtransport besorgen.
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Continue reading →: Freitag, den 4. Dezember 1914
Der Tag verläuft, ruhig. Abends bei Dunkelheit werden, die beiden Frauen von einer Patrouille mit nach Petitmont gebracht, von wo man sie allein weiter laufen läßt. Ein gefährlicher Gang. Werden sie in die Postenkette ihrer Landsleute, kommen, ohne beschossen zu werden? Jede schleppte einen Eimer übriges Mittagessen mit.
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Continue reading →: Donnerstag, den 3. Dezember 1914
Am Morgen wieder das herrliche Morgenrot über dem dunklen Walde. Nachmittag bringt eine Patronille 2 Weiber mit, die von Fourcheau nach Val zurückgekommen waren; um sich essen zu holen. Sie wurden im Parterre unseres Hauses untergebracht, wo sie der Komp.-Schuster bewacht. Sie erhielten übrig gebliebenes Essen aus der Feldküche.
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Continue reading →: Mittwoch, den 2. Dezember 1914
Nachdem es in der Nacht geregnet hatte, wird am Vormittag wieder schönes Wetter, der 1. Zug liegt in einem schön sauber hergerichteten ehemaligen Pferdestall. Dort geben wir mittags den Rest der Lohnung aus, wobei ich immer den Zahler mache, während der Feldwebel ausstreicht. In der Stadt bei den Bewohnern herrscht,…
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Continue reading →: Dienstag, den 1. Dezember 1914
Ein einzig schönes Morgenrot, erfreut uns zu Beginn des heutigen schönen Herbsttages. In der ferner rollen die Geschütze in einem fort. Bei uns bleibt Ruhe
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Continue reading →: Montag, den 30. November 1914
Am Morgen vernehmen wir lebhaftes Gewehrfeuer aus der Richtung von Parux, wobei einige Kamerade von der Gardereiterabteilung verwundet werden. Sonst verläuft der Tag in alter Weise.
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Continue reading →: Sonntag, den 29. November 1914
Es herrscht Ruhe, gegen den Feind nicht aber bei Winklers, wie wir die Gemeinschaft zwischen dem Feldwebel, Burger und mir nennen. Der Feldwebel ist bei schlechterLaune und wir lassen ihn gehen.
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Continue reading →: Sonnabend, den 28. November 1914
Ein herrlicher Herbsttag, so schön, daß man nicht gern in der Stube bleibt. Mit Freude bringe ich einige Anordnungen zu den Zugführen in den Schützengraben. Am Abend gehe ich mit Burger zu den Kameraden vom 1. Zug, um einen allgemeinwissenswerten Divisionsbefehl, unterzeichnen zu lassen. Dabei werden wir mit Wein bewirtet,…
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Continue reading →: Freitag, den 27. November 1914
Morgens 2:0 wird der Schützengraben besetzt, weil angeblich die Franzosen für heute einen allgemeinen Angriff planen. Sie lassen sich aber nicht sehen. Es regnet bei Kälte sodaß sich Glatteis bildete. Nachmittag mußte ich einen Befehl in den Schützengraben bringen und sah, daß dieser sehr weit vorgeschritten war. Hier konnte uns…
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Continue reading →: Donnerstag, den 26. November 1914
Früh hole ich mit Burger in einen verlassenen Haus Holz dabei bittet uns ein ärmlich aussehender Mann den wir darin beim Kleider holen finden mit den Worten: „Bitte ich bin Vater 5 Kinder“ ihn nicht anzuzeigen. Ich trage einen 1 1/2 ctr schweren Sack in unser Quartier (etwa 400 m),…