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Continue reading →: Montag, den 22. März 1915
Nicht enden wollendes Geschützrollen weckte uns am Morgen. Die Franzosen feuerten in unsere Stellungen bei Bremenil. Über uns am blauen Himmel blinkten im Frühlingssonnenschein mehrere Flieger. Während der Pausen im Artilleriefeuer hörten wir das Feuer der Infanterie und Maschinengewehre. Die Franzosen greifen an. Nachdem ich meine Sachen erledigt habe, mache…
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Continue reading →: Sonntag, den 21. März 1915
Prachtvolles Frühlingswetter am Morgen zum Wechsel der Jahreszeiten. Rein und klar ist die warme Luft, sodaß viele Flieger über uns erscheinen. Ob Freund, Ob Feind, manweiß es nicht. Nachmittag gehe ich mit dem Feldwebel die Löhnung auszugeben. Der Gang durch den Wald zur Stellung an diesem ersten Frühlingstage war ein…
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Continue reading →: Sonnabend, den 20. März 1915
Ein herrliches Wetter, Artillerie schießt auf beiden Seiten. Im allgemeinen bleibt aber Ruhe.
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Continue reading →: Freitag, den 19. März 1915
Ein schöner, frühlingswarmer Tag. Im Orte sieht man Zivilpersonen. Es sind zwei Kriegsberichterstatter für den Weltspiegel. Diese photographierten unsere Feldküche, an welcher sich gerade Feldw. Winkler aufhielt und die gestern erwähnte Gartenwirtschaft mit Damenbedienung. Die Lebensmittelwagenbegleitmannschaften hatten S. M. König Friedrich August von Sachsen gesehen, welcher bei seinem Frontbesuch heute…
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Continue reading →: Donnerstag, den 18. März 1915
Am frühen Morgen ließen die Geschütze ihre Stimme hören. Sonst verlief der Tag in größter Ruhe. Ich erfreute mich über den Ausdruck des Humors in folgendem. EinSchuppen, in welchem bei unserem Einzug in Angomont der Stalldünger lag, war ausgeräumt worden, die Landsturmleute hatten roh gezimmerte Tische und Bänke aufgestellt, an…
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Continue reading →: Beginn des 2. Tagebuches
Vor nunmehr 7 Monaten befanden wir uns auf der Bahnfahrt ins Feld durchs schöne Bayernland. Im bunten Wechsel der Erlebnisse, wie sie das gestern abgeschlossene Büchlein festhielt, gelangten wir im harten Kampf im August bis an die Meurtheline, traten von dort einen strategischen Rückzug an und legten uns in geeigneter…
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Continue reading →: Mittwoch, den 17. März 1915
Nach dem Erwachen gehe ich den Wiesenhang hinter unserem Quartier hinunter und erfreue ich am schönen Frühlingsmorgen an dem verschiedenen Musizieren der Vögel im grünen Wald, während daneben auf der Straße, die schweren Lastautos den Landsturm zur Arbeit fahren. Zurückgekehrt sehe ich die Kameraden mit den Kochgeschirren, die Feldküche erwartend.…
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Continue reading →: Dienstag den 16.März 1915
Wir bleiben in Ruhe in Saint Sauveur, wo die Komp. zum großen Teil neu eingekleidet wird. Wir haben 40 Röcke, 80 Hosen und 60. Stiefel erhalten. Es ist sehr schönes Wetter, dazu wie in neuer Uniform einherspazierende Kameraden und Ruhe im Gelände. Man glaubt es sei Sonntag.
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Continue reading →: Montag den 15. März 1915
Heute macht die Kompagnie auf 2 Tage zur Ruhe nach Saint Sauveur. Es gibt viel Arbeit, Burger, bleibt in Angomont zum Postfassen. Am Abend erhält die Komp. Bier und Schnaps. Ich gehe von Quartier zu Quartier um die Kameraden zum Fassen dieser Genussmittel aufzufordern. Dabei sehe ich, wie es manchen…
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Continue reading →: Sonntag, den 14. März 1915
Wie alle Sonntage im Felde unterschied sich auch der heutige nicht von denen der Woche. Hier und da fallen einige Artillerieschüsse, sonst bleibt alles ruhig. Ich erledige zur Feier des Tages nur ganz dringende Arbeiten. Am Abend war der Feldwebel nach einem Gang zur Feldküche recht heiterer Stimmung, sodaß wir…