
Unser Tagebuchschreiber Kurt wurde 1891 in Sachsen geboren. Als der Erste Weltkrieg ausbrach war der 23 Jährige bereits beim Militär, da er gerade seine Wehrpflicht ableistete. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges, beginnt Kurt Tagebuch zu schreiben. Die fast täglichen Eintragungen setzt er bis kurz nach Ende des Krieges fort. Er überlebt den Ersten Weltkrieg. In den folgenden Friedensjahren heiratet er und hat drei Kinder. Als der zweite Weltkrieg ausbricht, wird er erneut eingezogen. Er überlebt den Zweiten Weltkrieg und die anschließende Kriegsgefangenschaft und stirbt 1961 in Sachsen.
Wir wissen nicht mit welcher Intension Kurt anfing seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg festzuhalten. So genau seine Angaben bspw. zu Orten, Zeiten und selbst dem Wetter meist scheinen, so wissen wir nicht, wie viel Selbstzensur, Schönungen, und Ungeschriebenes zwischen den Zeilen liegt.
In den letzten 110 Jahren lagen seine Tagebücher in den Schränken verschiedener Nachfahren. Bis sie vor einigen Jahren an eine seiner Urenkel*innen übergeben wurden. Mit diesem Projekt werden sie nun zum ersten Mal öffentlich einsehbar sein.