
Auch heute wieder einzigschönes, sonniges Frühlingswetter.
Mittags gehe ich mit dem Feldwebel hinaus in die Stellung zur Auszahlung der Löhnung. Mit uns wanderte der Zahlmeister und Gren. Friedrich mit hinaus. Ersterer hatte eine dienstliche Sache mit Herrn Hauptmann Schmidt zu erledigen und benutze diese Gelegenheit, um sich den Betrieb in vorderster Linie anzusehen. Seit meinem
letzten Hiersein, ist fleißig gearbeitet worden. Am Wege sind alle Stollen, die von
den Franzosen eingesehen werden konnten, durch aufstellen von Bäumchen maskiert worden.
Nach der Löhnung gingen wir über die Höhe zurück und sahen dicht vor uns bei
den 70er die Granaten einschlagen. Wie Utffz. Scholz sagte, war der Zahlmeister gerade drüben gewesen, als die Beschießung einsetzte. Neben dem Unterstand des Utffz. Scholz befinden sich 2 gewaltige Minentrichter von etwa 3m Durchmesser. Wir halten uns nicht lange auf. Später bringt unsere Artillerie die feindlichen Geschütze zum
Schweigen.
Sold. Schütze wurde durch einen Granatsplitter an l[inken]. Unterarm verwundet. Von daheim erhalte ich ein Pfefferkuchenpaketchen.
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