
Die Kompagnie verbrachte die Nacht in Bereitschaft beim II. Btl.
Früh fährt die Feldküche hinüber um drüben zu kochen. Nach den Erzählungen des Offiz- Stellv. u. früheren Feldwebels der 9. Komp. Preißler, muß es im umstrittenen Abschnitt fürchterlich aussehen. Etwa 1 Stunde nachdem unsere Komp. gestern morgen abgelöst worden war eröffnete die Franz. Artillerie das Sperrfeuer hinter den neuen Graben, während sie schwere Minen nach dem Graben selbst schleuderten. Die Räumung wurde befohlen, war aber nicht mehr völlig möglich; 1 Zug konnte nicht heraus und wurde, so weit nicht verwundet oder verschüttet, gefangen. 1 Offiz. 71 Mann, 2 Minenwerfer und Maschinengewehre sollen dem Feind in die Hände gefallen sein, welcher große Massen einsetzte. Der alte eigene Graben soll durch schwere Artillerie und Minen furchtbar gelitten haben. Ein Zug unserer Komp. muß den Graben mit besetzen weil die dortige Komp. durch Verluste zu schwach geworden ist. Nachmittag 5:0 wird die Komp. abgelöst. Nachdem bis jetzt trotz dreimaliger Heranziehung zu diesem Unternehmen die Komp. keinen Verlust hatte, explodierte heute nachmittag eine Handgranate in der Tasche das Gefr. Bischoff, der nun seit Kriegsbeginn mit im Felde ist. Er erlitt eine so furchtbare Bauchverletzung, daß ein Überleben ausgeschlossen war. Der Tod trat in Cirey um 40 ein. Er hatte wenigstens nicht mehr lange zu leiden.
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