
Morgens kommt die Kompagnie aus dem neuen Graben beim II. Batl. zurück, glücklicherweise gab es wieder keine Verluste. Im Laufe des Vormittags beginnt plötzlich die franz. Artillerie zu schießen. Bald beginnen auch unsern Geschütze rasend schnell zu feuern. Jeder sagt sich, es muß etwas besonders los sein. Die völlige Ungewißheit währt aber nicht lange. Es stellt sich heraus, daß die Franzosen das ihnen entrissene Grabenstück durch plötzlichen Angriff zurückgewonnen haben und daß es Mühe kostet, den eignen alten Graben zu halten. Unsere Kompagnie, heute morgen erst zurück, muß sofort wieder hinüber. Jeder Mann nimnt 5 Handgranaten mit. Bei Beschießung der Anmarschwege erwischte die feindl. Artillerie an der
Excellengonelte [??] bei Angomont den Postwagen des I. Batl. der Fahrer und Gefr. Friedrich wurden verwundet. Fahrer Höhme, der gerade zur Ablösung war, brachte den Postwagen mit. Es gab heute sehr viel Briefe, welche durchlöchert waren. Ein Glück war es, daß die Post nicht ganz vernichtet wurde, denn die Herren Offiziere des Batl. telephonierten dreimal danach, ob ihre Briefe bald kommen. Wegen der Verwundeten
kümmerten wir uns.
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