Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Früh 5:0 wurde geweckt und 6:15 wurde nach der Stellung abmarschiert. Ich blieb in Val und versorgte das Gepäck. Es regnete in Strömen. Der Feldwebel spendiert ein Frühstück in der Bagagekantine (Sachsenschänke). Ich hätte es selbst gar nicht bezahlen können denn zu meinem größten Schreck vermisse ich mein Portemonnaie mit etwa 5.-M alles Suchen hilft nichts, ich muß es verloren haben. Um 11:0 mache ich mich mit dem Feldw. auf den Weg in unser altes Heim. Unterwegs begegnen uns die abgelösten 107er. Unsere Hütte befindet sich im alten Zustande, ist durch Verstopfen der Ritzen sogar noch besser geworden. Durch den Regen ist aber die Umgebung in einen Sumpf verwandelt, sodaß wir auf Brettern zur Feldküche balancieren müssen. Im Allgemeinen fühlen wir uns wieder wie zu Hause, weil alles altbekannt ist.

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