Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

handschriftliche Originalüberschrift: Montag, den 6. Dezember 1915.

Ein arbeitsreicher Tag. Im Saale der Bürgermeisterei findet am Abend unter Leitung
des Divisionsgeistlichen ein Unterhaltungsabend statt, leider konnte ich nicht hingehen.

Dafür ergötzten wir uns an den Erzählungen und Fragen des Feldwebelleutnants Böbeling, welcher unserem Feldwebel gegen Abend Gesellschaft leistete.

Ich erhalte ein großes Paket von der Direktion der sächsischen Bank enthaltend: 1 Flasche Rum, Zucker, 1 Wurst, 1 Spielkarte, 20 Zigarren, 1 Päckchen Tabak, 1 Paket Pfefferkuchen, 1 Mundharmonika, 2 Lichter mit 1 Lichthalter, 1 Stück Seife, 1 kleiner Stollen, alles recht willkommene Sachen, für die ich mich umgehend bedanke.

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