Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Auch heute prachtvolles Herbstwetter.
Nachmittags fahre ich nach Val. Dort liegt das II. Batl. von Ers. Btl. 40, dessen Kommandeur, unser Hauptmann Stephani wurde. Dieser ist aber zur Erholung in Wiesbaden. Bei der Kassenverwaltung empfange ich 2000-M Löhnung und 630M Markedentereigeld. Außerdem, gehe ich baden und wechsele die Wäsche. Es fehlt ja in Val an nichts, auch ein Barbierladen ist eingerichtet. Um 5:0 mache ich mich auf den Rückweg, nachdem ich vorher unseren alten Kamerad und Burschen des des Hpt. Stephani Klöthe-Richard getroffen hatte. Der Rückweg am Scheunenweg entlang ohne Eile war, ein prachtvoller Spaziergang. In einzig schönen Kontrasten, zeigte sich der sonnenbeschienene Herbstwald. Auch einen brennenden Meiler konnte ich das erstemal sehen. Erfüllt von Freude und Bewunderung über die Schönheit dieses herrlichen Fleckchens Erde kehrte ich in unsere Hütte zurück Mit der vom Zahlmeister bekannt gebenen Nachricht, daß wir am 24. abgelöst werden errege ich hier alles andere, nur keine Freude.

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