
*(eigentlich ist Mittwoch der 8. September 1915. Kurt hat sich im Wochentag vertan)
Der Rest der noch nicht verpackten Sachen wird auf den Packwagen geladen. Die Kompagnien stellen 1/2 4:0. Um 4 marschiert das Batl, war doch bereits am 2:0 geweckt worden. Ich rücke um 4:45 ab mit der Bagage. In Val sah ich 2 neue Batterien vom Hof. [?? ]Regt. 112, welche Durchfuhren. Sie waren bis zum Juni in Galizien gewesen. Um 7:0 morgens erreichten wir unser neues Heim. Damit hatten wir großes Glück. Unser Hptm. Schmidt der jetzt das Batl. führt, hatte uns das schönste Geschäftszimmer herausgesucht. Ein großes geräumig und geschmackvoll angelegtes Blockhaus mit anmutiger Veranda. Es trug mit Recht die Aufschrift: Villa Clara. Man fühlte sich wie im
Waldkurort. Unsere Vorgänger hätten es selbst erst 14 Tage bewohnt, sodaß alles noch neu war. Alles war prachtvoll, nur an Wasser fehlt es. Dies muß gut 20 Minuten weit geholt werden am Forsthaus Herbaville, wo das Batl. lagt. Ich gehe am Nachmittag dorthin, um die Post zu fassen. Litsche, welcher bisher etwas geholfen hatte, war Telephonist geworden. Am Abend telephoniert Herr Hptm. Stephani daß Fw. Winkler morgen nach Saarburg kommen soll, um die noch fehlenden Unterschriften für die Stammrolle zu holen.
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