Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Kurrentschrift: Sonntag den 29. August 1915.

Morgens 1/2 7 wecken, mich die ebenfalls in der vergangenen Nacht zurückgekehrten Urlauber. Es regnet, Burger ist ebenfalls hier, er fährt mit Satller auf Urlaub. Nachdem er mich über die allgemeine Lage unterrichtet hatte, mache ich mich auf den Weg zur Stellung.

Unterwege überrascht uns ein Platzregen, sodaß ich völlig, durchnäßt im Geschäftszimmer eintreffen, wo man meiner wartete. Ich machte mich gleich, über die Verpflegsstärkenmeldung, dann gings ans Fragen und Erzählen.

Unser Unterstand war alles weniger wie schön, aber doch noch besser wie die in diesem
Abschnitt traurigen Unterkunftslöcher im Schützengraben. Es regnete den ganzen Tag. Ich hatte viel, viel Arbeit, welche mir aber noch gar nicht so recht gefallen wollte. Vor allem schmeckte mir das Essen noch nicht besonders.

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