
Die letzte Nacht daheim ist hinter mir. Ich bereite alles für den Abmarsch vor. Der gut gelüftete Tornister wird mit sauberer Wäsche gefüllt. Der Moderduft ist ganz verschwunden. Abends gehe ich nochmals nach Plauen, um Hellmuth Lebewohl zu sagen. Ich konnte ihn aber erst zu Hause wieder treffen wohin er geeilt war. Auch mit Hans traf ich nochmals zusammen während ich den Einladungen der Familie Naumann und Max zum Abendbrot leider keine Folge hatte leisten können.
Die paar Tage waren im Fluge dahin.
Mit Mama und Pappa gings zum Bahnhof in Neustadt, wohin wir beinahe zu spät kamen. Doch nach eiliger Verabschiedung kam ich zurecht und gelangte im 10:40 D. Zug rasch nach Leipzig, wo ich 12:30 eintraf. Beim Roten Kreuz habe ich hier fein geschlafen. Man glaubt nicht, wie da für den Soldaten fein, gesorgt wird. Man kommt kaum hinein, so er hält man 1 Schüssel Suppe hingestellt, Das Gepäck wird in einem abgeschlossenen Raume gegen [??] wie in den Garderoben aufbewahrt. Nach dem Essen gehts in den Schlafraum, ein durch Bretterverschlag, abgeschlossenes Stück am Rande, der mächtigen, Halle des Leipziger Hauptbahnhofes. Dort findet man ein sauberes Bett mit Matratze, Kopfkissen und 2 Decken. Auf Grund einer am Kopfende angebrachten Nummer wird man am Morgen wunschgemäß geweckt wie im Hotel. Ich hatte hierdurch Gelegenheit, mich durch reichlich 5 stündigen angenehmen Schlaf für die Weiterfahrt zu stärken.
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