
Früh beizeiten mache ich mich auf den Weg nach dem Hauptbahnhof, von wo ich 630
nach Großhartmanns.[dorf] fahre. Das Wetter ist prächtig. Von Großhartmannsdorf laufe ich nach Haselbach, wo ich die Großeltern beim Blumenmachen antreffe. Sie freuen sich außerordentlich über mein kommen. Leider, mußte ich bald wieder weiter, um nicht den Besuch bei Onkel Louis aufgeben zu müssen. Doch erst mußte ich mich bei Großeltern richtig satt essen an neuen Kartoffeln mit vorzüglicher Bauernbutter.
Um 10 mittags verabschiedete ich mich von Großmutter und ging mit Großvater, welcher trotz seiner 78 Jahre, noch sehr gut läuft, über Pauly’s Gut, durch den Wald. Vom jenseitigen Rande aus ging ich allein, weiter über Mittelsayda, Lippersdorf nach Borstendorf, wo ich mir den Onkel und Alfred antraf, während die Tante in die Pilze gegangen war.
Wir unterhielten uns und ehe gedacht, war es 1/2 7° die Zeit, zu der ich weitergehen wollte. Zum Glück kam Tante mit reicher Ernte noch zeitig, genug, sodaß ich ihr ein „Guten Tag und „Lebe wohl“ sagen konnte. Nach 1/4 stündigem Geschwindschritt brachte, mich um 70 der Eilzug über Flöha, nach Dresden zurück.
Vom Bahnhof fuhr ich mit der Straßenbahn nach Altcotta und ging in die Krone zum Vereinsabend des Stenographenvereins, wo ich noch einige frohe Stunden bei heiterer Unterhaltung verleben konnte inmitten alter Kunstgenossen und Kunstgenossinen.
Um Mitternacht legte ich mich noch von reichen Abwechselungen des heutigen Tages befriedigt schlafen, denn der Tag war ganz planmäßig ausgenutzt.
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