Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Originale Tagebuchhandschrift: Sonntag, den 27. Juni 1915.

Sonntag! Ich erkenne ihn erst, als um 100 der Feldgottesdienst beginnt. der alte Div. Pfarrer predigt in der alten herrlichen Weise, doch besonders gern hört man sein Gebet, welches bittet, bei den nach menschlichem Ermessen in den nächsten Wochen zu
erwartenden Entscheidungungen mit Gnade auf uns und unser Vaterland zu blicken. Im Zusammenhang mit den vielen Gerüchten glaubte jeder, es schwebe etwas.

Mit der Post erhielt ich nun auch vom Freund Hans die Bestätigung der traurigen Nachricht von Heinrichts Tot. Er war, der besten einer, strebsam immer, nach dem
höchsten trachtend, reich begabt, erfüllt von den gleichen Ito Idealen, der Gespiele der Kindheit und Freund alter Zeit.

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