Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Handschrift in Sütterlin: Sonntag, den 13. Juni 1915.

Prachtvolles Wetter, große Hitze viel Dienst wie all die Tage.

Anstatt wie sonst, findet die Dienstausgabe heute bereits um 5 statt. Ich muß nach der Gefechtsstellung. Nach 2 stündiger Radfahrt und genügend viel Schweißverlust gelange ich im Batl an. Die Rückfahrt war allerdings ein Vergnügen.

Ich konnte meinem Rade auf der immer talwärts gehen den Straße freien Lauf lassen,
und trotzdem die mit azurblauen Himmel überspannte, im hellen Sonnenglanz erstrahlende Gebirgslandschaft mit Freude über soviel Herrlichkeit bewundern.

Am Abend erfreute ich mich an den humoristischen Vorträgen des Kamerad
Kafer, um mich dann nach dem anstrengenden Tage im sauberen Bett zur Ruhe zu legen

Hinterlasse einen Kommentar