Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Beim Erwachen lasse ich mir mit Verwunderung erzählen, daß ein unheimliches Bombardement, der Artillerie in Richtung Bréménil vielen Kameraden den Schlaf raubte. Ich hatte nichts gehört. Mit Unwillen erfüllte uns die gestern Abend eingetroffene Nachricht, daß die ungarische Festung Przemysl von den Russen
eingenommen sei. Die Zeitungen hatten ja noch in den letzten Tagen zu berichten, daß die Lage in dieser seit Monaten belagerten Festung vorzüglich sei. Vormittags fand Gewehrdurchsicht statt, sonst war der Tag dienstfrei. Unsere Bureauarbeit blieb natürlich immer dieselbe. Ich arbeitete an der 2. Stammrolle. Am Nachmittag tobte wieder ein riesenhafter Geschützkampf.

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