Kurts 1662 Tage

– ein Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg

Handschriftlich in Sütterlin: Montag, den 26. Oktober 1914.

Ein schöner Sommertag im Herbst. In der Richtung auf Blamont lebhaftes Geschützfeuer.

Nachmittags wird die höchste Gefechtsbereitschaft angesetzt. der Gegner bereitet angeblich einen Angriff auf unsere Nachbardivision vor. Ohne vom Gegner etwas wahrgenommen zu haben, legen wir uns am Abend zur Ruhe.

Nachts 12 Uhr werden wir alarmiert. Die Kompagnie rückt in die Schützengräben, die beiden letzten Komp. unseres Batl. bleiben abmarschbereit zur Verfügung des Brigadekommandeurs. In der Ferne donnern die Geschütze, sonst ist nichts vom Gegner wahrzunehmen. Am Morgen rückt alles wieder in die Quartiere.

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