
Früh erwache ich beizeiten, bleibe aber noch liegen und überlege mir, daß ich wenn der Krieg nicht gekommen wäre wahrscheinlich heute wieder eine Zivilstelle antreten würde. Ich würde die Uniform schon seit mehreren Tagen abgelegt haben. Leider sollte es nicht sein und ich war froh, daß ich in den Fährnissen des Feldzuges bis jetzt über nichts zu klagen hatte.
Nachdem ich eine neue Löhnungsliste angefertigt habe, empfange ich abends beim kommen der Lebensmittelwagen die Löhnung.
Es war heute besonders viel, denn die Kriegslöhnung für Gefreite beträgt jetzt
6,30 M für 10 Tage und für Gren. 5, 30 M. der Unterschied von 0,80 M wurde auf
die ganze Zeit vom Ausrücken ab nachgezahlt. Weil ich soviel Geld nicht verausgabe, schickte ich 10.- M nach Hause.
Abends verbrachte ich die Nacht wieder auf unseren Heusäcken.
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